Wenn jemand Angst vor Reizen, Menschen
oder Situationen hat, kann diese dadurch verringert werden, dass man
die betreffende Person (unter Anleitung von fachkundigem Personal) genau
diesen Reizen, Menschen oder Situationen aussetzt (exponiert). Dabei
lernt sie, dass keine negativen Konsequenzen folgen und somit nach und
nach, die angstauslösenden Reize, Menschen und Situationen auszuhalten.
In der Behandlung von Traumafolgen nimmt die Exposition einen zentralen
Platz ein. Hier geht es darum, sich aktiv den belastenden Erinnerungen
zu stellen und ihnen nicht mehr auszuweichen oder sie zu vermeiden.
Meist geschieht das dadurch, dass man die Betroffenen die belastende
Situation erzählen lässt, dieses Mal aber unter der schützenden
Anleitung des Therapeuten (siehe auch Testimony
Therapie, NET oder EMDR).
Manchmal ist es auch sinnvoll oder möglich, dass der Therapeut
zusammen mit dem Betroffenen an den Ort des Geschehens zurückkehrt,
z. B. an den Ort eines Verkehrsunfalls oder eines Verbrechens. Wichtigstes
Ziel der Exposition ist es, dass der Betroffene die Erfahrung macht,
dass Angst, Stress und Schrecken zu einer ganz bestimmten Stelle seiner
Lebensgeschichte gehören, aber nicht sein ganzes Leben bestimmen
müssen.
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