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| Kinder
sind ebenso traumatisierenden Situationen und Erlebnissen ausgesetzt wie
erwachsenen Menschen. Unter solche stark belastenden Ereignisse fallen:
Unfälle, Katastrophen, Kriegserfahrungen, Gewalterfahrung, plötzlichen
Tod von Angehörigen, aber auch die Trennung von der Bezugsperson
und dem gewohnten Lebensumfeld (z.B. bei Krankenhausaufenthalten), etc.
Post-tramatische Belastungsstörungen (PTBS) bei Kindern finden heute
immer stärkere Beachtung, da die negativen Auswirkungen auf die biologische,
psychologische und soziale Entwicklung deutlich erkennbar sind. Auf dieser Seite finden sie Informationen zu folgenden Fragen :
Wie häufig treten Stresssymptome
bei Kindern auf ? Daten zur Auftretenswahrscheinlichkeit von Stresssymptomen oder PTBS bei Kindern sind heute noch recht wenig vorhanden. Eine amerikanische Studie berichtet davon, dass in einer Stichprobe von knapp 400 Kindern 11,7% der unter 14jährigen ein traumatisches Ereignis erlebt hatten, mit 18 Jahren war die Prozentzahl in der gleichen SStichprobe auf 43% angestiegen (Amaya-Jackson&March, 1995). Eine andere Studie berichtet von einer Auftretenswahrscheinlichkeit von PTBS bei Kinder und Jugendlichen von 6,3% (vgl. Erwachsene 5,8%) (Breslau et al., 1991). Eine deutsche Studie untersuchte 1035 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren und stellte fest, dass 22,5% von einer traumatischen Situation berichten konnten. 1,6% erfüllten die Kriterien einer PTBS (Essau et al., 1999). Welche Risikofaktoren für das Auftreten
einer PTBS bei Kindern gibt es? Nicht jedes Kind, dass einer traumatischen Situation ausgesetzt war,
entwickelt eine post-traumatische Belastungsstörung (PTBS). Bisher
wurden drei Bereiche erforscht, die als Risikofaktoren gelten: Alter
des Kindes, Geschlecht und Familienfaktoren. Welche Folgen können traumatische
Erfahrungen bei Kindern haben? Traumatisierungen können bei Kinder, wie bei Erwachsenen, schwerwiegende
Kurz- und Langzeitfolgen nach sich ziehen. Die wichtigsten Merkmale
gleichen denen, die auch bei Erwachsenen bei der Posttraumatischen Belastungsstörung
auftreten, jedoch sollte beachtet werden, dass Kinder mit den ihrem
Erntwicklungsstand zugehörigen Verhaltensweisen reagieren. So werden
bei Kinder vier Merkmale unterschieden: Sind Kinder jahrelangen Mißhandlungen oder Mißbrauch ausgesetzt,
so kann sich dies nicht nur in einer PTBS-Symptomatik zeigen. Solche
Traumatisierungen können ebenfalls Persönlichkeitsstörungen,
Anststörungen, Depressionen etc. hervorrufen. Sie greifen zumeist
die persönliche Integrität und psychische Gesundheit eines
Kindes mehr an, als ein einmaliges Ereignis. Im ICD-10 gibt es eine
Kategorie "andauernde Persönlichkeitsänderungen nach
Extrembelastungen", die auf diese Art von Traumatisierung eingeht.
Das Symptommuster beinhaltet: Wie sollte man mit traumatisierten Kindern
umgehen ? Genauso wie im Umgang mit traumatisierten Erwachsenen muss auch das
Kind mit all seinen Gefühlen akzeptiert werden. Auch das traumatische
Spiel sollte nicht unterbrochen werden. Darin bearbeitet das Kind auf
seine eigene Art die traumatischen Erlebnisse. Hinzu kommt, dass das
Kind sich sicher und geborgen fühlt. In dieser Atmosphäre
kann es weinen oder wütend sein. Es soll darin unterstützt
werden, die eigenen Gefühlszustände wahrzunehmen und auszudrücken.
Geschieht dies nicht, sondern ist das Kind dazu gezwungen, seine Reaktionen
zu verbergen, so ist die Gefahr gegeben, dass das Kind Gedanken und
Gefühle nicht mehr integrieren kann und die emotionalen Zustände
und Erinnerungen, insbesondere diejenigen, die mit dem Trauma in Zusammenhang
stehen, abspaltet. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.kindertraumainstitut.de/ Informationen zu Kriegstrauma bei Kinder finden sie unter http://www.wings-of-hope.de/ Klinikliste für Kinder und Jugendliche Unter der Klinikliste für Kinder und Jugendliche finden Sie eine Auswahl von Kliniken, die Trauma-Therapie speziell für Kinder und Jugendlichen anbieten.
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