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Zu weit draußen

Besprechung von Dipl.-Psych. Stefanie Rösch, Konstanz, 2006

Zu weit draußen erzählt in einfacher, klarer Sprache von den Erfahrungen des Journalisten Jahn Grahn, der bei einer Reportage über die Wüste mit einem Helikopter abstürzt, schwere Verbrennungen erleidet und dem Tod sehr nahe kommt.
Die Geschichte erzählt von den Schwierigkeiten der Heilung. Jahn Grahn leidet an Beschwerden, die nach solch extremen Lebenserfahrungen sehr häufig sind. Er zieht sich zurück, hat immer wieder die Bilder vom Absturz vor Augen, erlebt sie, als würde es gerade wieder passieren. Seine Umwelt reagiert ebenfalls mit Unsicherheit angesichts der Veränderung, die Jahn Grahn durchgemacht hat. Der soziale Abstieg ohne eine Arbeit ist vorgezeichnet und so verdient Jahn Grahn sich seine Sozialhilfe über Aushilfstätigkeiten. Durch einen dieser Jobs lernt er eine Frau kennen, die hinter die Maske der Verbrennungen und Narben schauen kann, genau wie seine beiden Kinder, die zuerst zurückhaltend doch dann froh darüber, den Vater wieder zu haben, ihn auf seinem Weg zurück ins Leben begleiten wie nur Kinder es tun können.
Schließlich will er zurück an den Ort des Geschehens und setzt alles daran, sich die Reise in die Wüste trotz des allgemeinen Kopfschüttelns zu ermöglichen.

Der Autor Johannes Groschupf erlebte1994 ebenfalls einen Absturz mit dem Helikopter, den er nur schwer verletzt überlebte.

Ein beeindruckendes Zeugnis der menschlichen Kreativität, der menschlichen Stärke und des Willens doch zu überleben. Ein Einblick in die Welt traumatisierter Menschen aus erster Hand. Eine bewegende Geschichte.

Groschupf, Johannes (2005). Zu weit draußen. Frankfurt a. M.: Eichborn.

 


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