Home Kontakt Stichwortverzeichnis Dienstleistungen Rezensionen Termine Links
Informationen: Therapeutensuche Folgen Traumata Betroffene Therapie FAQ

Wie Pippa wieder lachen lernte

Besprechung von Lena Holzmüller, Konstanz, 2009

"Wie Pippa wieder lachen lernte" ist ein Bilderbuch für traumatisierte Kinder, wunderschön illustriert von Christiane Nöstlinger.

Pippa ist ein lebenslustiges Mädchen bis eines Tages etwas Furchtbares, etwas ganz Schlimmes passiert. Pippa verändert sich in den nächsten Tagen und Wochen sehr. Sie glaubt in einer dicken Nebelwolke zu leben. Pippa macht nichts Spaß. Sie hat Angst vor den Bildern in ihrem Kopf, besonders nachts.
Erst mit der Hilfe des Löwen Leo-Rix fühlt sich Pippa besser. Der Löwe Leo-Rix erscheint Kindern immer, wenn es ihnen schlecht geht und sie einen guten Freund brauchen. Leo-Rix wirkt auf Pippa sehr beruhigend, so dass sie auch wieder alltägliche Aufgaben bewältigen kann, wie z.B. ohne Angst Hausaufgaben machen. Nach und nach findet Pippa wieder Spaß am Herumtollen mit ihren Freunden. Als sie wieder lachen kann, verabschiedet sich Leo-Rix von ihr, da er nun anderen traurigen Kindern helfen muss.

Die Erzählung zeigt seinen jungen Lesern anhand von mehrere Traumareaktionen - sei es die Angst in der Nacht oder das Gefühl des Alleinsein, etc. - wie sie mit den verschiedenen Situationen umgehen können. Dabei spielt der Löwe Leo-Rix die zentrale Rolle des Therapeuten, der immer mit Rat und Tat Pippa zur Seite steht. Er hilft ihr sich mit ihren Problemen und Ängsten auch an andere wichtige Bezugspersonen wie Onkel Arthur und die Mutter zu wenden. Meiner Meinung nach ist die therapeutische Figur des Löwen Leo-Rix sehr gut gelungen.

Doch während der ganzen Erzählung wird nie erwähnt, was für ein traumatisches Erlebnis die kleinen Pippa hatte. Somit gewährleitstet die Erzählung, dass sich möglichst jedes traumatisierte Kind in der Geschichte von Pippa wiederfinden kann.
Fraglich ist, ob das Bedürfnis der Zielgruppe (traumatisierte Kinder von 6-10 Jahren) von Klarheit übergangen wurde. Jedoch hat das Autorenteam den Raum für eine Konkretisierung des traumatischen Erlebnisses auf einer leeren Bilderbuchseite gelassen. Dort kann das Kind sein eigenes Erlebnis schreiben oder aufzeichnen.

Meine Empfehlung: Das Bilderbuch sollte immer zusammen mit dem traumatisierten Kind angeschaut und gelesen werden.

Das Bilderbuch ist der Reihe SpringerPsycholgie für traumatisierte Kinder erschienen. Die Reihe beinhaltet neben dem Bilderbuch noch einen Elternratgeber und ein Ratgeber für die therapeutische Unterstützung von traumatisierten Kindern.

Pal-Handl, K; Lackner, R; Luegner-Schuster B; (2004) "Wie Pippa wieder lachen lernte"; Springer Verlag

 


© 1999 - 2010 Trauma-Informations-Zentrum, Impressum